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Perspektiven für die "Erweiterte Bahnhofsvorstadt"


Programmname:

Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier" (SSP)

Programmlaufzeit:

seit 2002 (Programmaufnahme), "Gebietsmanagement" bis voraussichtlich 2019

Programmziele:

Im Jahr 1999 haben Bund und Länder das Städtebauförderungsprogramm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt" aufgelegt, mit dem die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen umfassend verbessert werden sollen. 2012 ist das Programm weiterentwickelt worden und nennt sich seither "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier". Im Vordergrund stehen städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastruktur und in die Qualität des Wohnens. Gerade in benachteiligten Stadtteilen ist es wichtig, für mehr Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit zu sorgen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Die Probleme benachteiligter Stadtteile sind oft sehr vielschichtig. Einer drohenden "Abwärtsspirale" kann nur entgegengewirkt werden, wenn auf der Basis integrierter Entwicklungskonzepte die Ressourcen im Stadt- oder Ortsteil gebündelt werden sowie fachübergreifende Kooperationen entstehen und gelebt werden. Wichtige Partner sind aber nicht nur andere Ressorts, sondern auch Unternehmen, (Bürger-)Stiftungen, der Bundesfreiwilligendienst und viele mehr.

Bei den Programmgebieten handelt es sich um Stadtteile mit komplexen Problemlagen, beispielsweise im Hinblick auf Sozial- und Wirtschaftsstruktur, Arbeitsplatzangebot, Ausstattung mit sozialer und stadtteilkultureller Infrastruktur, baulichen Zustand, Qualität von Wohnungen, Wohnumfeld, Umwelt. Im Wesentlichen lassen sich dabei zwei Gebietstypen unterscheiden: innerstädtische oder innenstadtnahe (Altbau-)Quartiere sowie Großwohnsiedlungen.

Die Stadt Freiberg wurde im Jahr 2002 mit dem Gebiet der "Erweiterten Bahnhofsvorstadt" in das Programm aufgenommen, die Finanzierung der Maßnahmen ist bis zum Jahr 2017 durch Fördermittel untersetzt. Schwerpunkte in der Umsetzung sind für den Stadtteil die Verbesserung des Wohnumfeldes und der Ökologie durch Schaffung eines Angebotes an öffentlichen Grün- und Freiflächen, Spielplätzen und Treffpunkten sowie die Reduzierung der Verkehrsbelastung. Fördervoraussetzung ist die Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes, welches durch den Stadtrat beschlossen wurde und kontinuierlich fortgeschrieben werden muss. Dabei bringt die Stadt Freiberg einen Eigenanteil in Höhe von einem Drittel des Aufwandes der förderfähigen Kosten für die Gesamtmaßnahme auf, die verbleibenden zwei Drittel werden durch das Land Sachsen und den Bund gefördert.

Das Projektmanagement "Erweiterte Bahnhofsvorstadt" unterstützt die Stadtverwaltung bei der Koordination dieser Aufgaben und fungiert mit seinen vielfältigen Aktionen zur Bürgerbeteiligung und dem Stadtteilbüro in der Lange Straße 34 gleichzeitig als Schnittstelle zwischen den Bewohnern und der Verwaltung.

Zielgruppe:

Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Fördergebiets "Erweiterte Bahnhofsvorstadt".